Manche Betrachter werden meine Gedanken nachfühlen, andere ihre eigenen, ganz persönlichen Gefühle und Assoziationen entwickeln. Wichtig ist, dass meine Bilder Emotionen wecken und man Freude daran hat, die Aussagen darin zu entdecken.




Ich träume in den Mond

Ich träume in den Mond,
der, verschleiert als Vision
mir malt geheimnisvolle Bilder.

Ich sehe, wie die Wolke tanzt
um den unvollendeten Kranz,
wie in dem sanften Schein
alles scheint rein.

Ich höre die nächtliche Stille,
ein Murmeln, ein Raunen.
Kein Erschrecken, keine Schrille
stören mein Staunen.

Ich rieche den Wind,
die Frische der Nacht.
In mir eine Sehnsucht erwacht
nach Vollkommenheit.

Langsam zieht der Mond seine Bahn.
Langsam er zur Erde sinkt,
zu mir eine Ahnung dringt
von der Unendlichkeit.

Helga Dreher